Eine kleine Öko-Geschäftsidee?

Allgemeines

Die Energiewende ist in aller Munde, doch es wird noch heftig gestritten, wie sie eigentlich aussehen soll. Fakt ist, dass wir uns weniger von großen Konzernen abhängig machen müssen. Daraus folgt, dass wir ein starkes dezentrales Netz von Erzeugern brauchen. Also im Idealfall sollte jeder Bürger irgendwie dazu beitragen können. Die bekanntesten Möglichkeiten sind Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen. Diese Anlagen sind gewiss keine Schnäppchen. Biogasanlagen sind für die Mittelschicht noch weniger realisierbar. Auch ich habe mir Gedanken gemacht, wie man Energie erzeugen kann, wenn die Sonne nicht scheint und kaum ein Lüftchen weht.

 

Die Idee

Regen, … den sollte man doch auch irgendwie nutzen können? Zuerst kamen mir Bilder von irgendwelchen großen Auffanggeräten in den Kopf. Diese sind aber nicht wirklich effektiv und wirtschaftlich. Zudem dies auch nicht wirklich dezentral wäre. Aber dann kam die Idee mit den Regenrinnen. Der Regen prasselt auf das Dach und wird in der Regenrinne gesammelt, bis es an einem Endpunkt dann senkrecht runterfällt. Könnte man diese Bewegungsenergie des Falls nicht nutzen, um ein kleines Wasserrädchen und einen kleinen Generator daran zu betreiben? Natürlich wird da nicht enorm viel Energie rausspringen. Dafür glaube ich, dass die Investitionskosten ziemlich gering gehalten werden können. Zudem würde sich optisch kaum etwas verändern. Also das “Argument”, dass die erneuerbaren Energien das Landschaftsbild zerstören kann bei dieser Idee nicht angewendet werden.

 

Feedback

Ich sehe mich aktuell auch nicht in der Lage, diese Idee weiterzuentwickeln, jedoch wäre mir Feedback ganz wichtig. Was haltet ihr von dieser Idee? Habt ihr genauere Informationen, wie eine Umsetzung wirtschaftlich wäre? Ich würde mich über viele Kommentare zu dem Thema freuen. Ihr könnt mich auch gerne direkt kontaktieren.

Kommunalwahl 2014 – Unterschriften sammeln

Unterschriften sammeln – Würzburg

Am 16.März 2014 sind Kommunalwahlen in Bayern und in zahlreichen Städten sammeln die lokalen Piraten Unterschriften. So auch in Würzburg, jede “neue” Partei muss eine bestimmte Hürde schaffen, um auf den Stimmzettel zu stehen. In Würzburg sind es 385 Unterschriften, die direkt im Rathaus abzugeben sind.

                                                             Quelle: http://www.piraten-ufr.de/

Neben der Piratenpartei sammeln aktuell noch die “ÖDP”, “DIE PARTEI”, “AfD” und “Zukunft für Würzburg” ihre Unterschriften für die Zulassung zur Wahl.

Es ist wirklich nicht einfach, diese Hürde zu meistern, deswegen sind wir für jede Hilfe dankbar, die wir durch eure Unterstützung bekommen. Unterschreiben könnt ihr, wenn ihr für die Kommunalwahl 2014 in Würzburg stimmberechtigt seid. Nichts desto trotz wäre es super, wenn ihr eure Freunde und Bekannte informieren könntet. Leider ist es vielen Würzburgern nicht bewusst, dass wir ohne diese Unterschriften nicht auf dem Stimmzettel stehen werden.

Öffnungszeiten des Würzburger Rathauses:

– Montag bis Mittwoch von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr
– Donnerstag von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr
– Freitag von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Sondereintragungszeiten sind am Donnerstag, dem 30.01.2014 von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr und am Samstag, dem 01.02.2014 von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
Eintragungsschluss ist am Montag, dem 03. Februar 2014, 12.00 Uhr

 

 

Gebietsversammlungen – Würzburg

Quelle: http://www.piraten-ufr.de/

Die erste Gebietsversammlung der Piratenpartei Würzburg findet am 19.01.2014 in der Weinstube Popp (Textorstraße 12, 97070 Würzburg) ab 10:30 Uhr statt.

Die zweite erfolgt am 26.01.2014 ab 10:00 Uhr am selben Ort.

Durch diese Gebietsversammlungen soll das Kommunalprogramm der Würzburger Piraten ausgebaut werden, es besteht auch Nicht-Mitgliedern die Chance, ihre Programmwünsche abstimmen zu lassen.

Was die Macht aus uns macht

Ich gebe zu, der Titel ist leicht provokant und ich weiß auch nicht wirklich, ob der gut gewählt ist. Aber ein paar Gedanken drücken langsam so stark auf meinen Kopf, dass sie einfach raus müssen. Mir ist klar, ich schreibe nicht oft neue Blogeinträge, bin kein guter Schreiber. Wer generell bei Rechtschreibfehlern oder falscher Grammatik einen Schauer über seinen Rücken bekommt, sollte dies wahrscheinlich auch nicht unbedingt lesen. Aber es ist Freitag Abend und ich denke lieber eine Stunde über alles nach und schreibe lieber Sachen auf Facebook, wie:

“kapuzenpulli anziehen. letztes bier aus dem kühlschrank holen. rausgehen. nießelregen. letzte 15 euro vom konto abheben. schachtel kippen holen. allein an den main gehen. dunkelheit. einsamkeit. weiß nicht wieso, aber manchmal brauch ich das einfach.”

Ich gehöre nicht zu den Piraten, die von Anfang an dabei sind, bin aber schon ein paar Jahre aktiv. Mit Herz und Verstand. Doch ich erinnere mich noch ganz an die Zeit, wo Wahlen nicht alles waren. Es ging nicht drum, sich einen Posten zu schnappen oder irgendwie mit Politik Geld zu machen. Seinen Namen zu pushen. Auch wenn ich schon lang dabei bin, war ich nie jemand, der sich in den Vordergrund stellt; auch keiner, der viel kritisiert und zu jedem Shitstorm eine Meinung hat. Mir war bewusst, wer ich bin und was für Aufgaben ich für die Partei übernommen habe. Auch wenn ich nicht immer das richtige getan habe bzw. tun konnte, hatte jeder seinen Part in der Partei. Es war gar nicht so wichtig, wer wie viel macht. Sondern, was wir schon alles erreicht haben und wie wir das ausbauen konnten.

Mit der Berlinwahl und unserem Hype hat alles angefangen. Wir wurden plötzlich überrollt. Wir waren viele und das war für uns oft ungewohnt. Manchmal war es auch schwer, die nötige Übersicht zu behalten. Der Start war aber deutlich besser als gedacht. Die Leute traten mit geringen Ansprüchen bei uns ein. Auch wenn es komisch ist. Sie wollten, genau so wie wir in den letzten Jahren, die Welt ein bisschen besser machen.

Die Monate vergingen. Die Strukturen wuchsen langsamer als die Mitglieder eintraten, aber irgendwie kamen alle damit zurecht. Man könnte schon fast  meinen, wir haben die perfekte Grundlage geschaffen, um Kommunal langsam mit der Arbeit anzufangen. Doch was passiert derzeit? Organisatorische Kleinigkeiten, die nicht laufen, werden unverhältnismäßig hochgespielt. Natürlich ist es nicht schön, wenn Aufstellungsversammlungen in wenigen Tagen hochgezogen werden und kaum einer von der Vorbereitung mitbekommen hat. Wenn man den ganzen Tag am arbeiten ist und unter Zeitdruck steht, ist es nicht einfach, alles auch noch mit zu protokollieren und zu veröffentlichen, dass es auch ja jeder mitbekommt was geschieht. Man kann es auch bei anderen Problemen nie allen Recht machen. Auch wenn man es gerne möchte. Also ich war der Meinung, die Grundlage für vernünftige Politikarbeit haben wir gelegt, aber es passiert nicht viel. Auf Stammtischen wird drüber geredet, selten mitprotokolliert und danach wieder vergessen. Wieso nutzt man diese Diskussionen nicht gleich, um Positionen zu verfassen? Wieso haben wir auf Bezirksebene keine halbwegs fertigen Programmpunkte? Weswegen kommen 10 Mails in der Mailingliste, wenn ein Programmpunkt zum Thema Bildung erscheint und über 70 Mails, wenn ein Mitglied austritt und 2-3 Vorgänge kritisiert? Mir ist bewusst, dass ich durch den Blogeintrag kritisiere, aber anstatt beleidigt zu sein und ewig lange zu diskutieren sollten wir das machen, was eine Partei tun sollte. Nämlich ein Programm entwickelt, welches die meisten von uns zufrieden in die Welt tragen könnten.

Langsam bin ich auf die Zeit nach den Wahlen gespannter, als auf die Wahlen an sich. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Mit meinen 19 Jahren fühl‘ ich mich manchmal schon ein bisschen alt, wenn ich an die letzten Jahre zurückdenke. Als wir noch alle für für eine Sache und ein Ziel gekämpft haben anstatt uns wegen organisatorischen Kleinigkeiten zu streiten. Wir wollen doch eigentlich fast alle das Selbe. Wir wollen, dass die Welt ein kleines bisschen lebenswerter wird. Leider kann ich auch keine Musterlösung bieten, wie wir das am geschicktesten machen sollen. Weder bin ich mir absolut sicher, was richtig ist, noch will ich uns irgendwas vordiktieren. Aber ich glaube wir können und werden es in Zukunft besser machen und die Zukunft irgendwie meistern.

Die Onlinepartei Österreich

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, mit dem ich mich auch noch nicht allzu sehr auseinander gesetzt habe. Es geht allerdings nicht nur um die “Onlinepartei Österreich” an sich, sondern auch um den Umgang, mit solchen neuen und modernen Parteien.

Hier ein Zitat von ihrer Homepage:

“Über Onlinepartei.at  

Die Onlinepartei Österreichs ist ein Projekt zum Aufbau einer Partei über das Internet. Derzeit ist die Onlinepartei noch keine politische Partei in Österreich, das gemeinsame Ziel ist aber, eine zu werden. Durch Ideen vieler Menschen soll eine Partei entstehen, die intern (die Website) und extern (die Politik in Österreich) nach den Vorstellungen der Benutzerinnen und Benutzer gestaltet ist.“ Quelle: http://www.onlinepartei.at/

                                    Quelle: http://www.opoe.at/

Durch Meldungen bei Twitter habe ich spitzbekommen, dass sich diese neue Partei in Österreich gründen will, bzw. sich gegründet hat. Für den 27.03.2012 ist eine Pressekonferenz angesetzt, da werden bestimmt noch spannende Neuigkeiten folgen. Viele scheinen dies zwar noch gar nicht mitbekommen zu haben, doch einige, welche diese Neuigkeit heute auch erfahren haben, sehen es teilweise recht kritisch. Viele Piraten denken sich bestimmt: “Wieso eine neue Partei gründen, die könnten doch zu den Piraten kommen, die Ziele sind doch fast die selben.”

Natürlich wäre es toll, wenn diese Menschen aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Themen bei den Piraten mitarbeiten würden. Allerdings wird es vermutlich auch gute Gründe haben. Es kann sein, dass ihnen der Name nicht passt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass viele der interessierten Menschen schlichtweg nicht wissen, dass es eine Piratenpartei gibt, oder wofür sie steht. Nicht ausschließen kann man aber, dass schlichtweg einige Punkte der Piraten keinen Gefallen finden.

Auch wenn es für die Piratenpartei Österreich bedeutet, dass sie weniger Mitglieder und potentielle Unterstützer hat, ist es dennoch wichtig, dass sich solche Parteien gründen. Es wäre natürlich toll, in Zukunft mit denen ins Gespräch zu kommen und die Gründe für diese Neugründung zu erfahren. Um evtl. auch wichtige Erkenntnisse der Beweggründe, dieser Aktiven, zu verstehen. 

Bezüglich des Umgangs mit neuen Parteien hatte ich eine sehr komische Erfahrung mit den Grünen aus meinem Landkreis machen müssen. Es war Ende 2011 und ich besuchte die Kreisversammlung der Grünen. Es ging auch viel um die Piratenpartei an sich. Besonders von einem Mitglied der Jungen Grünen kam mehr Toleranz, für die Gründung der Piratenpartei. Einem Mandatsträger passte das mit der Piratenpartei kein Stück. Seine Kommentare über die Piraten waren nicht wirklich positiv. Er war der Meinung, dass die Opposition in Deutschland sich nicht spalten sollte. Wir erreichten ja nichts, wenn wir immer nur in der Opposition tätig sind. Alle Argumente, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Grünen und der Piratenpartei gibt, die vielen Menschen wichtig sind, schienen bei ihm nur abzuprallen. Das fand ich sehr schade, da ich bisher echt super mit den Grünen ausgekommen bin, was jetzt nicht heißen soll, dass ich verfeindet mit ihnen bin.

Jetzt ist es soweit, die Piratenpartei ist zwar jung, aber nichtmehr das Neuste, was auf dem politischen Markt zu finden ist. Neugründungen von modernen Parteien wie voraussichtlich die Onlinepartei Österreich sollten wir versuchen positiv wahrzunehmen. Es nimmt uns zwar wahrscheinlich ein paar Helfer und Wähler, dafür setzen sich auch Menschen für unsere Themen ein, die teilweise auch nicht bei der Piratenpartei mitgewirkt hätten.

Zwischenfazit als Beisitzer

Ahoi,

Gernot hat bei der Strategietagung erwähnt, dass es vor allem bei den Beisitzern wichtig wäre, zu zeigen, was von den Zielen erreicht worden ist und wie der aktuelle Stand sei.

1/4 der Amtszeit ist vorbei und hier ist mein Bericht:

Erstmal meine damals genannten Ziele und Beweggründe für meine Position:

„Für mich heben sich zwei Punkte besonders hervor. Zum einen die interne Kommunikation im Bezirk, sowie extern die zwischen den Bezirken in Bayern. Hierfür ist die Motivation sehr entscheidend. Wichtig wäre, dass wir die Stammtische so schnell wie möglich professionalisieren. (Strukturierter Ablauf, Protokollierung, etc.) Der andere Punkt ist die Programmbildung des Bezirks für die bevorstehenden Wahlen. Wir sollten jetzt schon so früh wie möglich anfangen, den Aktivitätsdrang aus Berlin zu nutzen, um ein ordentliches Bezirksprogramm auf die Beine zu stellen. Hierbei sehe ich 3 Ebenen, auf denen wir aufbauen sollten. Stammtische, Mailingliste und LQFB als Meinungsbildungstool. (Deswegen auch mein Sonstiger Antrag zur Einführung von LQFB auf Bezirksinstanz)“

Anfangen würde ich gerne mit dem Vorstand, da der alte „relativ inaktiv“ war, bin ich froh, dass sich bisher alle Vorstandsmitglieder aktiv im Bezirk einbringen. Wobei ich den Michael den letzten Monat ein wenig vermisst habe.

Bei der Arbeit zwischen den Bezirken sind wir noch nicht all zu weit gekommen. Ich war als einziger Unterfranke bei dem Bezirksparteitag der Mittelfranken in Nürnberg und stehe mit denen bezüglich der kommenden Wahlen, sowie unserem Vorgehen dabei in Kontakt.

Meiner Ansicht nach ist die Motivation der Mitglieder im Bezirk derzeit recht gut. Dazu haben vor allem die Anti-ACTA-Demonstrationen und die kommenden Wahlen beigetragen.

Die Stammtische haben auch einen hohen Grad an Professionalität erreicht. Ich war vor allem bei den Stammtischen in Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Bad Brückenau und Bad Königshofen aktiv. Der Ablauf war fast immer geordnet, allerdings wurde sich bisher noch zu wenig um die Protokollierung gekümmert.

LQFB ist derzeit immer noch in Planung, allerdings gab es massive Probleme mit der Importierung, weshalb sich der Startschuss für die Nutzung deutlich nach hinten verschoben hat. Einen genauen Termin gibt es immer noch nicht, es soll allerdings „voraussichtlich“ in den kommenden Wochen/Monaten kommen.

Um vor allem auch Lars zu entlassen, wird der Schwerpunkt meiner Arbeit in den kommenden Monaten bei der Organisation und Vorbereitung der Wahlen liegen.

Zudem habe ich einen Live-Kalender auf meiner Homepage eingerichtet. Dort werden alle vergangen und wahrgenommenen Termine von mir aufgelistet.  

http://waldemar-nebolsin.de/?page_id=134

Ich hoffe der Einblick in meine Arbeit war informativ und ich freue mich über jegliches Feedback.

2 Geburtstags-anträge für die bayrischen Piraten

Zum Geburtstag der Piratenpartei Bayern habe ich heute 2 Anträge für den nächsten Landesparteitag zum Thema Religion.

 

Antrag 1: Staatsleistungen an Kirchen beenden

Antrag 1 wurde von den Baden-Württemberger Piraten kopiert. Habe es nur bearbeitet und angepasst. Danke dafür.

 

Antrag 2: Anpassung – BayEUG

Kurze Info zum Antrag 2.

BayEUG = Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen

Dort steht folgendes im ersten Artikel der aktuellen Version: „Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung,…“ (Quelle: http://by.juris.de/by/gesamt/EUG_BY_2000.htm)

Dies ist auf keinen Fall mehr zeitgemäß und sollte dringend ersatzlos gestrichen werden.

3 Anträge für die bay. Piraten

6 Jahre Überwachungs-Union

Es fiel mir heute verdammt schwer, mich für ein Thema zu entscheiden, über das ich bloggen möchte. Die alltägliche Korruption in der Politik wie z.B. Herr Wulff mit dem “500.000€-Skandal” oder die moralische Verwerflichkeit vom Herrn Braun, der jetzt 50.000€ für seine nicht geleistete Arbeit in den ersten 12 Tagen im Senat erhalten möchte. Da wäre natürlich auch noch der heutige Rücktritt vom Generalsekretär der FDP. “Die Ratten verlassen das sinkende Schiff”, doch Christian Lindner merkt es 1-2 Jahre zu spät. Der Grund für seinen Rücktritt trifft aber auch auf den Herrn Rösler zu, aber die FDP ist ja eh nicht mehr wichtig genug, um das als Thema aufzugreifen.

Was leider in den Medien untergeht, ist der Jahrestag der Vorratsdatenspeicherung. Genau 6 Jahre sind es jetzt her, als das EU-Parlament die Richtlinien für die Vorratsdatenspeicherung zustimmte. 6 Jahre, das sind genau 1/3 meines gesamten Lebens. Ich kenne es schon kaum anders, dies ist hoffentlich bei den meisten von euch anders. Wie schön muss die Zeit damals gewesen sein, als noch niemand E-Mails und SMS mitlas. Wo keine Bewegungsprofile von Kleinkriminellen oder Demonstranten erstellt worden sind. Als der Regierung noch egal war, was für eine IP-Adresse ich habe und es keine Staatstrojaner entwickelt worden sind, die jeder Steuerzahlen bezahlen soll.

Deutschland ist aufgrund der EU-Beschlüsse gezwungen, diese Vorratsdatenspeicherung wieder einzuführen. Ansonsten drohen Strafzahlungen. Viele Studien der vergangen Jahre zeigen deutlich auf, dass diese Maßnahme so gut wie gar nichts bewirkt. Heute zum Jahrestag gehen in ganz Europa Menschen auf die Straße um für ihre Freiheit zu demonstrieren. Wir wollen nicht nur ein Überwachungsfreies Europa, sondern ein demokratisches Europa. Es soll aufgehört werden, über die Köpfe der Menschen hinweg, Gesetze gegen die Freiheit der Bürger zu verabschieden.

Die SPD hat erst vor wenigen Wochen die Vorratsdatenspeicherung befürwortet. Ich weiß echt nicht mehr, wieso ich immer noch ein klein wenig glaube, dass diese Leute freiheitlich denken als die Union. Die CSU ist natürlich ganz geschickt. Sie haben ein Verband gegründet, der sich damit auseinander setzt. Dieser hat vor kurzem ein Positionspapier veröffentlicht, worin erklärt wird, die Vorratsdatenspeicherung in dieser Form dringend abzulehnen. Die meisten werden jetzt wissen, dass die CSU mit Basisdemokratie nichts anfangen kann. Da gibt es also bei den Beschlüssen eine kleine Gruppe die sich auskennt und die Beschlüsse anfertigt. Doch meiner Meinung nach, halten die meisten CSU-Abgeordneten  nichts von diesem modernen “Internet-Verband” ihrer Partei. Also komme ich zu der Vermutung, dass die Union auch geschlossen für die Vorratsdatenspeicherung abstimmt. Wenn die SPD schon bei ihrem Bundesparteitag abknickt, brauchen wir eigentlich gar nicht erst in die Richtung zur Union schauen. Und wenn ihr heute eine Minute zeit habt, dann denkt mal drüber nach, in was für einem Europa wir überhaupt leben wollen. Danke.

Umfrage mit 6% für Bay. Piraten

Die erste bayrische Umfrage mit 6% für die Piratenpartei ist draußen. Natürlich soll man sich aus Umfragen nicht so viel machen. Jedoch als Bayer und Statistik-Fan will ich es trotzdem kurz aufgreifen.

Diese Umfrage wurde von Forsa (Auftraggeber: Bayernpartei) im Zeitraum vor dem Bundesparteitag in Offenbach durchgeführt (26.10.–25.11). Weil besonders in Bayern die Entscheidung zum BGE und zur Drogenpolitik leider ein “klein wenig” kritischer gesehen wird, dürfen wir auf die erste Umfrage nach dem Bundesparteitag gespannt sein. Ein kleines Meinungsbild wie die bayrischen Bürger die Bundesparteitagsentscheidungen finden, dürfte sehr interessant werden.

Quelle: Wahlrecht.de

Unter anderem können wir vielleicht in 2 Jahren der Piratenpartei danken, dass Schwarz-Gelb auf dem Lande nichtmehr regierungsfähig wird. Um ordentlich zu arbeiten muss die Opposition trotzdem noch ein wenig mehr Stimmen von der CSU abzweigen.

Ich bin voller Zuversicht, auch wenn es hier in Bayern kein einfacher Weg sein wird, dass wir die nächste Landtagswahl rocken werden. Die Wahlvorbereitung hat schon längst angefangen, dran bleiben und die Man-Power aus den vergangen Monaten zu nutzen dürfte mitunter entscheidend sein.

Proteste in Russland

In ganz Russland fanden heute die größten Demonstrationen seit dem Zerfall der Sowjetunion statt. Ungefähr 100.000 Menschen haben daran teilgenommen, allein in Moskau sollen es 50.000 Protestanten sein. Grund für die Proteste war das Ergebnis der Parlamentswahlen, es wird massiver Wahlbetrug vorgeworfen. In Tschetschenien bekam Putins Partei 99,48%. Oder wenn man in Rostow am Don alle Prozente der angetretenen Parteien zusammenaddiert, kommt man auf stolze 146%.

                                Quelle: Spiegel Online / Rossija24

Neben Nationalisten, Kommunisten, Liberalen und einfachen Bürgern war auch die Piratenpartei Russland vertreten.

                                Quelle: @Trias_

 

                                Quelle: @yaphone

Es scheint als sei die Revolutionsmacht, welche man in Nordafrika beobachten konnte, auch in Russland angekommen. Ich wünsche den Protestanten und den russischen Piraten viel Erfolg.  MehrDemokratieJetzt!

 

Update 1 – (26.12.2011):

Da in Russland erst am 7. Januar Weihnachten gefeiert wird, versammelten sich auch am 24. Dezember 2011 wieder Hunderttausend Menschen in den russischen Städten. Es werden immer mehr und derzeit werden 120.000 Leute geschätzt. Im Gegensatz zu den ersten Demonstrationen greift nun die Polizei viel seltener ein. Putin hoffte wohl, dass sich diese Krise von allein löst und die Bürger sich wieder beruhigen.

            Quelle: N24

Wie man auf dem Foto sehen kann, sind auch immer mehr russische Piraten dabei. In Russland gibt es die Piratenpartei noch nicht offiziell, da der Name für eine Partei nicht legitim sei. Putin hat vor kurzem verkündet, die Bedingungen für neue Parteien zu verbessern. Allerdings ist zu bezweifeln, dass dies dem russischen Volk ausreicht. Neuwahlen müssen her. Frei und demokratisch. Man darf gespannt sein, was die nächsten Wochen und Monate bringen.